Richtig dekorieren – nur wie?

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Was ist Dekoration?

„Deko“ ist wohl eines der am meisten benutzten Wörter eines Bau-GMs in Bezug auf seine Arbeit, aber was genau ist Dekoration nun eigentlich? Manch einer wird bei dieser Frage nun vermutlich auflachen, und etwas wie „alles was zum schön aussehen da ist“ antworten, aber ist das wirklich korrekt?

Dekoration ist das hauptsächliche Mittel dazu, den angestrebten Flair eines Landstrichs durch gezieltes, optimales Setzen von Gegenständen zu unterstreichen.

Das bedeutet allerdings auch, dass die Wahl und Zusammensetzung von Dekoration nicht nach dem Vorzugsprinzip (aka. „welche Arts gefallen mir am Besten“) geschehen darf! Dekoration – und damit der erwählte Flair eines Landstriches – sollte gezielt, bedacht und vor allem geplant zusammengestellt und verteilt werden, denn nur so kann der volle Einfluss der Dekoration auch wirken.

Ein paar Beispiele:

Wüstenlandstrich„: Eine Wüste besteht selten nur aus Sanddünen und Kakteen. Richtige Sandwüsten haben sogar nur sehr selten überhaupt Kakteen, denn Sandwüsten sind zu einem Großteil völlig Pflanzenlos – das macht sie ja so gefährlich. Die berühmten OSI-Kakteen kommen sogar eher in höher gelegenen Steinwüsten vor, wie man sie in Mexiko oder Nevada findet, und teilen sich ihren Lebensraum vor allem mit dornigen Büschen und lederblättrigen Gewächsen. Aus dieser simplen Recherche kann man für eine WÜSTE bereits einige Ideen für die Gestaltung ziehen. Statt wild verteilten Kakteen und Palmen sind vor allem Steine und vertrocknete Dornbüsche angebracht, Felsformationen die zwischen den Dünen hervorstehen, ausgetrocknete Flussbetten an deren Rändern dürres Gras, vereinzelte Palmen und viele viele Dornbüsche wachsen, und aktive Oasen, die vor allem von Zitrus-, Dattel- und Feigenbäumen durchzogen sind, und ein oder mehrere Quelltöpfe mit Wasser aufweisen. Soll die Wüste bewohnt sein, zahlen sich vereinzelte Karawansereien oder Viehbrunnen als Durchbrechung der Einöde aus. Und natürlich halb verwehte Ruinen, die es in jeder älteren Wüste früher oder später gibt.

Berglandschaft„: Ah, wer kennt sie nicht, die kahlen, unerbittlichen Klippen der OSI-Gebirge. Als hätte jemand mit der Faust aus dem Erdkern heraus den Kontinentalplatten von unten her einen Hieb in die Magengegend gegeben, und die Ausbeulung war fortan ein Berg. Berge werden von Baulern gerne gemieden, weil sie als „unbegehbares Gebiet“ ja nie wirklich erforscht oder bewundert werden können. Allerdings kann man aus Bergen so viele schöne Stellen herausholen, dass es fast schon ein bisschen schade ist, dass sich kaum jemand damit beschäftigt! Kein Gebirge beginnt mit einem glatten Steilhang, soviel weiß jedes Kind aus dem Geographie-Unterricht. Die untersten Hänge beginnen mit Wäldern und Almen, durchbrochen von erdigen Steilhängen, hin und wieder kommt ein Kliff oder ein Geröllhaufen vor, während die Seehöhe stetig ansteigt. Erst ab einer gewissen Höhe scheint die Vegetation wie mit dem Messer gekappt, und ordentliche Bäume weichen den sogenannten Krüppeltannen, Kieshängen, Bergkräutern und schließlich Felsen, nackten Berghängen und Gletschern. Anstatt also nur Berg-Map zu verlegen und die Steigungen möglichst hoch zu machen, zahlt es sich wirklich aus, zumindest dort wo Spieler den Berg tatsächlich sehen können, einen sanften Übergang zu verlegen, der mit den unbegehbaren Dreckhängen so gestaltet wird, dass der Spieler zwar sehen, aber nicht anfassen kann.

<hier folgen weitere Tips und Tricks für das Dekorieren>

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