Typische Support-Fehler

Impressum

  1. Das Shardkonzept
  2. Die Rolle des Admin
  3. Die perfekte Spielleitung
  4. Hürden und Probleme
  5. Typische Support-Fehler

<Dieser Text wird regelmäßig ergänzt!>

Strafe nur, was du nicht vermeiden kannst!

Viele Freeshards haben eine starke Tendenz dazu, ihre Regeln aus einer Schmelze bestehender Regelwerke zu erschaffen. Man klappert die anderen Freeshards ab, sieht sich deren Regeln an, und schreibt sehr ähnliche oder gleiche Regeln auch in den eigenen Katalog, denn was für andere Shards gut funktioniert, muss auch passend sein.

Diese Methode ist grundsätzlich auch sehr zu empfehlen, weil es sonst leicht passieren kann, dass man wichtige Regelpunkte übersieht. Allerdings sollte man trotz all der Quer-Arbeit niemals den eigenen Verstand ausblenden!

Regeln dienen dazu, das laufende Verhalten von Spielern in Bahnen zu lenken, die dem Shardbetrieb und dem Miteinander zugute kommen. Gestraft werden also Aktivitäten, die dem Shard Schaden zufügen, oder das Miteinander stören, und nicht bestraft werden Aktivitäten, die weder dem Shard noch dem Miteinander abträglich sind.

Was leider aber oftmals ignoriert wird, ist die Möglichkeit, durch den Einsatz von Technik einen Großteil der oft genutzten Regeln obsolet zu machen, und so die Spannbreite der „Missetaten“ einzuschränken. Jede bestehende Regel bedeutet eine Möglichkeit für die Spielerschaft, dem Shard und dem Miteinander Schaden zuzufügen, sonst gäbe es diese Regel ja nicht. Da ein Shard aber immer darauf konzentriert sein sollte, den Betrieb so problem- und gefahrenfrei wie möglich zu gestalten, macht es eigentlich keinen Sinn, bekannte Schwachstellen ungeflickt zu lassen, richtig?

Was also tun? – Die einfachste Lösung ist es, so viele Schwachstellen wie möglich durch bauliche, konzeptuelle und vor allem technische Maßnahmen zu flicken. Wenn kein PG erwünscht ist, macht es mehr Sinn, dem PG gegenwirkende Maßnahmen umzusetzen, als es zu verbieten, denn die Wahrnehmung der Grenzen von Verstößen ist subjektiv, und damit nicht gleichmäßig abschätzbar.

Die „Interna“-Regel

Dieses Thema kam erst vor Kurzem auf meinem eigenen Shard auf, und führte zu einer amüsanten und kurzen Diskussion – Was tun, wenn ein GM Interna, wie z.B. technische Informationen über die Funktion bestimmter Systeme, an Spieler weitergibt? Sollte man ihn kicken? Und vielleicht die „bevorzugten“ Spieler gleich mit? Oder so etwas hart bestrafen?

Es trifft erneut die „strafe nur, was du nicht vermeiden kannst“-Regel zu. Das bedeutet, dass die Erfahrung zeigt, dass man nicht verhindern kann, irgendwann in der Situation zu landen, in der irgendwer absichtlich oder völlig unabsichtlich Interna heraus gibt. So etwas passiert selbst den Besten unter uns, und das selten mit böser Absicht, was also soll daran gestraft werden?

Ist die Information erst einmal raus, kann eine Bestrafung und/oder ein eventueller Rauswurf des Täters nichts mehr daran ändern – ausser natürlich, wenn die Information nur herausgegeben wurde, um dem Shard zu schaden! Die Information wird nicht wieder geheim, und die Nachwirkungen eines Kicks wegen der Herausgabe von Interna sind bedenklich genug, um dieses Thema sehr vorsichtig anzufassen. Ein Kick bedeutet einen Mitarbeiter weniger, und eine darauf folgende Paranoia unter der Spielerschaft. Im besten Fall führt es dazu, dass spätere Herausgaben von Informationen geheim gehalten werden, oder niemand bereit ist, zuzugeben, von wem die Information überhaupt herausgegeben wurde. Ist man erst einmal an diesem Punkt angekommen, hat man neben dem Problem der unerwünschten Informationsverteilung nämlich auch noch das Problem, herauszufinden wer es überhaupt war.

Was also tun? – Simpel: Nimm es einfach hin, dass diese Information nun umgeht, und führe minimale Anpassungen und Änderungen an dem betroffenen System ein, ohne beleidigt zu sein. Informationen haben nun einmal die Tendenz, irgendwann durchs Sicherheitsnetz zu rutschen, es ist also viel wichtiger, richtig damit umgehen zu können, als es zu verhindern.

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