Das Shardkonzept

Impressum

  1. Das Shardkonzept
  2. Die Rolle des Admin
  3. Die perfekte Spielleitung
  4. Hürden und Probleme
  5. Typische Support-Fehler

Etwas, das leider viele Online-Rollenspielprojekte vernachlässigen, ist ein stabiles, übersichtliches und klares Konzept. Hierbei handelt es sich wohlgemerkt nicht um den Welthintergrund oder ein Regelwerk!

Ein Shardkonzept erfüllt einen einfachen Zweck: Es fasst die Essenz dessen, was man mit dem Freeshard bieten, darstellen und erreichen will, in simple Worte zusammengefasst, und ermöglicht es so, sowohl Spielern als auch neuen Spielleitern mit geringem Aufwand zu vermitteln, was man zu bieten hat. Gleichzeitig liefert es den Gründern eines Freeshards allerdings auch eine Art der Selbstprüfung; kann man das was man plant in verständliche Worte fassen? Wenn man das nämlich nicht kann, ist die Idee des Projekts einfach noch nicht ausgereift genug, um sich mit der Umsetzung zu beschäftigen.

Wann schreibt man ein Shardkonzept?

Idealerweise ist das Shardkonzept das allererste Dokument, das man zu einem Freeshard jemals verfasst. Wie viele Personen sich daran beteiligen ist dabei völlig egal, wichtig ist einzig und alleine, dass man sich zuerst mit der eigenen Idee in ganzer Tiefe auseinander setzt, um sich darüber klar zu werden ob sie überhaupt zusammenspielt und Sinn macht. Manche Ideen klingen im ersten Moment wunderbar, nach wenigen Wochen zerfällt der Freeshard allerdings wieder und man fragt sich wie es dazu kommen konnte… In 90% der Fälle ist es das fehlende Konzept.

Welche Punkte sollte das Konzept enthalten?

Wichtig ist, dass man die Kernpunkte abdeckt – aber ebenso wichtig ist es auch, sich nicht zu sehr an Klischees oder den „allgemeinen Standard“ zu klammern. Denkt mit eurem Konzept ausserhalb dessen, was üblich ist. Macht keine X-te Kopie des 0/8/15-Standard-Freeshards, wie es sie schon zu Dutzenden in der Szene gibt, denn damit stürzt ihr euch in ein Konkurrenzfeld, in dem eure Mitbewerber teilweise schon über ein Jahrzehnt des Vorsprungs haben, und gegenüber dem die meisten Spieler schon völlig abgestumpft sind. Alles schon gesehen, alles schon gehört – genregesättigte Spieler sind wesentlich schwerer zu beeindrucken oder zu begeistern.

Nun aber zum eigentlichen Inhalt, den ein Konzept auf jeden Fall abdecken sollte!

  • Genre – Hierbei handelt es sich in 99% der Fälle um die Art der Fantasy, also z.B. High Fantasy, Low Fantasy, Dark Fantasy, Urban Fantasy, usw.
  • Shardtypus Da wir hier prinzipiell von RP-Freeshards ausgehen, bleibt für den Typus die Auswahl zwischen Gamismus (Entwicklungsgesteuertes Spielgeschehen), Narrativismus (Erzählergesteuertes Spielgeschehen) und Simulationismus (Weiterentwicklung bzw. gemeinsamer Ausbau der Spielwelt)
  • Spielwelt – Eine Zusammenfassung dessen, was die Spielwelt ausmacht und hervorhebt. z.B. reale Landstriche an die man sich anlehnen will, vergleichbare historische Zeitalter, Besonderheiten, grobe weltpolitische Situation, Kontinente, Klima, Völker, usw.
  • Erwartete Spielerzahl – Wer hier etwas über 30 Spielern einträgt, belügt sich selbst 😀 Scherz beiseite… Richtet eure Spielwelt am besten an der unteren Schmerzgrenze für die minimale Spielerzahl die ihr gerne hättet. Wenn zum Beispiel 40 Spieler euch in der Seele weh tun würden, richtet euer ganzes Projekt darauf aus, dass es von 40 Spielern bespielt werden kann ohne wie eine Einöde zu wirken oder unsteuerbar zu werden.
  • Hierarchie der Spielleitung – Ja, so etwas gehört ins Urkonzept eines Freeshards. Legt gleich zu Anfang fest, wer fix und fest das Sagen hat. Das ist auch die Person die für die Technik blechen müssen wird 😉 Verlauft euch nicht zu sehr in einer komplizierten Hierarchie, denn Posten hinzufügen kann man später immer noch, aber unbesetzte (wichtige) Posten bringen die Arbeit aus dem Gleichgewicht. Es gibt übrigens einen Grund, warum kein Staat auf der Welt eine reine, funktionierende Volksdemokratie hat…

 

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