Chow Mein (gebratene Nudeln)

Schon mal versucht, Asiatisch zu kochen? Ich zumindest mehrmals, aber es kam dabei immer dieser österreichische Geschmack heraus, westliche Küche und so weiter. Dieses Mal aber habe ich triumphiert! Ein Rezept, das man einfach nachkochen kann und das so schmeckt wie man es sich vom Asiaten erwartet!

Schwierigkeit: mittel (leicht zu kochen, schwer wegen der Gewürze) – eher etwas für Kocherfahrene!

Man benötigt: 1 Schneidbrett, 1 Wok, 1 Kochtopf

Zutaten

  • klein geschnittenes Hühner- oder Schweine- oder Rind- oder Putenfleisch (ca. 150g für 2 Personen, man rechne selbst)
  • Erdnussöl oder Sonnenblumenöl
  • Gemüse:
    • Sojasprossen, 150g
    • 1+ Frühlingszwiebel, je nachdem wie gern man die hat auch mehr
    • Chinakohl, pro Person 2 Blätter oder soviel man mag
    • Optional Zucchini oder Paprika oder Mais oder was man sonst mag
  • Chinesische Eiernudeln, pro Person 1 kleiner Block
  • Saucen:
    • Fischsauce (oder Austernsauce)
    • dunkle Sojasauce
    • helle Sojasauce
    • Mirin Sauce
  • Gewürze (chinesisches 5-Gewürze-Pulver):
    • gemahlener Zimt
    • Sternanis
    • Kreuzkümmel (Cumin)
    • Pfeffer
    • Gewürznelken

Zubereitung

Ich gehe hier davon aus, dass das Fleisch (wenn man Fleisch dazu tun möchte) bereits klein geschnitten ist – wenn nicht, tu das jetzt. 😉

Zuerst legt man das Fleisch für 30 Minuten in Sauce ein, und zwar so: Pro 150 Gramm Fleisch (=für 1,5 Personen) kommen von jeweils der dunklen/dicken Sojasauce und vom Mirin 1 Teelöffel hinein, von der Fischsauce (oder Austernsauce) 2. Anmerkung: wenn man die Menge mal 4 kocht, bitte von Teelöffel auf Esslöffel umsteigen, und wieder bei 1-1-2 anfangen, sonst wirds schräg. Fleisch zur Sauce werfen, ordentlich verrühren, ab in den Kühlschrank damit.

Die Gewürzmischung ist etwas tricky, und es kann nicht schaden, sich eine fertige Mischung zuzulegen – von der benötigt man ca. 1 gestrichenen Teelöffel für die Mengenangaben die ich gemacht habe. Wer wie ich nach Ladenschluss darauf kommt, dass Chow Mein gerade toll wäre, und zufällig (!) all die Gewürze daheim liegen hat, kann sich an folgendes Schema halten: Ziel ist 1 gestrichener Teelöffel. Alle diese Gewürze pfeifen von der Intensität ordentlich rein, also lieber zu wenig mischen, als zuviel. Das Mengenverhältnis ist 1:1:1:1:1 – zumindest bei mir, die gekaufte Mischung variiert da etwas. Zusammenmischen und fertig.

Die Frühlingszwiebel werden in Ringe geschnitten, die Sojasprossen kann man kurz kalt waschen und abtropfen, die sind aber anspruchslos. Den Chinakohl in fingerdicke Streifen schneiden, und das restliche Gemüse mundgerecht zusammenschnippeln. Ein guter Pausenfüller, während man auf das Fleisch wartet!

Wenn das Fleisch fertig abgelegen hat, kann man sich an die Nudeln machen. Bitte hier einfach an die Packungsangabe halten, ich habe für meinen Versuch 2 kleine Blöckchen benutzt, aber man kann ruhig auch 3 nehmen, das Mischverhältnis wäre immer noch lecker. Die fertig gekochten Nudeln abtropfen lassen und beiseite stellen.

Nun gehts an den Wok! Das Öl darf ruhig einen halben Finger dick schwimmen am Boden, dann klebt nichts an. Den Wok erst mal ordentlich heiß werden lassen bis das Öl deutlich flüssig darin wird und vielleicht ein kleinwenig „flirrt“, also sich am Wokboden kräuselt – bitte nicht die Küche abfackeln! Dann auf 3/4 der Hitze hinunter drehen (z.B. von 10 auf 8, oder von 3 auf 2 1/2), Fleisch aus dem Kühlschrank, Gewürzmischung aufs Fleisch und ordentlich reinrühren, und dann die Pampe in den Wok kippen. Vorsicht, spritzt! Mit einem Kochlöffel oder Wokgeschüttel das Fleisch in Bewegung halten, es bekommt sehr schnell Farbe und sollte nicht alleine gelassen werden. Wenn es goldbraun/dunkel aussieht, mit dem Kochlöffel auf einen Extrateller heraus fischen, Und das Gemüse in den Wok werfen, um ihm die selbe Behandlung zukommen zu lassen, nur eben etwas kürzer, damit es nicht matschig wird.

Sobald man mit dem Gemüse zufrieden ist, können die Nudeln untergehoben werden, und das Fleisch darf auch wieder dazu. Zum krönenden Abschluss kommen noch 1-2 Esslöffel (oder euphorische Spritzer) helle (salzigere) Sojasauce drüber, und die Nudeln werden noch ein paar Minuten gewälzt und gewendet, damit alles sich gut vermischt und anbrät.

Und das war es auch schon! Ab in die Schüsseln und Mahlzeit!

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